Mein erstes offizielles Spendenprojekt...

Als kleines Kind im Alter von fünf oder sechs Jahren wurde ich zum ersten Mal  im Naturschutz aktiv. Als großer Fan von "Ein Platz für Tiere" beschloß ich dem Spendenaufruf von Prof. Grzimek zu folgen. Meine Großmutter erzählte, dass  Prof. Grzimek der Direktor des Frankfurter Zoos war.

 

Ich fing an zu überlegen:

Frankfurter Zoo, den kannte ich, dort war ich gerne.

Prof. Grzimek liebte ich, er rettete die Tiere in Afrika.

Afrika, allein der Name nahm mich schon damals gefangen

und Tiere... ich lebe, seit ich denken kann, mit Tieren.

Geld überweisen konnte ich nicht und Afrika war weit.

 

Ich aber hatte eine Packung Haselnüsse. Also bastelte ich eine Art Schultüte, füllte diese mit den Nüssen. Meine Großmutter stellte Paketpapier und Geld für Porto zur Verfügung, meine Mutter schrieb die Anschrift des Frankfurter Zoos auf das Paket und einen Brief, in dem sie  Prof. Grzimek mitteilte, dass die beiliegenden Haselnüsse  für die Eichhörnchen des Frankfurter Zoos bestimmt und dies mein Beitrag für "Serengeti darf nicht sterben" sei. Dann schickten wir das Paket ab.

 

Nach einiger Zeit bekam ich Post aus Frankfurt. Eine Postkarte, die auf der Vorderseite Prof. Grzimek mit einem Okapi zeigte und auf der Rückseite standen handschriftlich und sinngemäß folgende Worte:

 

 "Liebe Elke,

vielen Dank für Deine Spende

für die Eichhörnchen des Frankfurter Zoos.

Mit vielen lieben Grüßen

Prof. Bernhard Grzimek."

 

Ich war so stolz auf diese Karte und habe sie heute noch...

 

Viele Jahre später...

wurde ich durch einen Artikel in einer populären Frauenzeitschrift auf die Stiftung "Europäisches Naturerbe" aufmerksam. Nachdem ich entsprechende Hintergrundinformationen eingeholt hatte, übernahm ich eine Patenschaft für "Braunbären", die ich viele viele Jahre weiterführte, aber dann leider im Jahr 2006 aus persönlichen Gründen unterbrechen mußte.  

 

In der Zwischenzeit wurde aus dem "Europäischen Naturerbe" die "Euronatur Stiftung" mit Sitz in Radolfzell. Euronatur setzt sich nachhaltig und mit viel Erfahrung, Engagement und großem Erfolg für den Erhalt der Natur Europas ein. Seit langem erhält Euronatur für seine Arbeit jährlich das DZI Spenden-Spiegel, ein Zeichen dafür, dass die gespendeten Gelder auch dort ankommen, wofür sie gedacht sind; ein wichtiges Thema in der heutigen Zeit. 

 

Mit einer Patenschaft, egal ob für Bär, Wolf oder Luchs, unterstützt man zum Beispiel den Kampf gegen Wilderei in Naturschutzgebieten. Es werden Wildobstbäume und Kastanienbäume in den Kantabrischen Kordilleren ( Spanien ) gepflanzt, um das Nahrungsangebot für die Braunbären zu verbessern und damit auch das Aufwachsen der Braunbärenkinder zu ermöglichen. Mit politischer Lobbyarbeit wird der Zerschneidung von Bärenlebensräume durch Straßen oder Skigebiete entgegengewirkt usw. usw. usw. ...

 

Ich dachte schon lange daran, meine Patenschaft wieder aufzunehmen. Im Naturbärenkurs bei Rotraud Ilisch habe ich Pilgrim, meinen Braunbären genäht. 

 

Pilgrim hat mich  wieder auf meinen Weg gebracht und ist nicht mehr nur ein aus Mohair genähtes Stofftier sondern  ein Pilger, der indirekt für mich für die Rückkehr und Wiederansiedlung der Braunbären Europas und vieler anderer Tiere  steht.

 

Seit dem 04. März 2009 habe ich wieder meine Bärenpatenschaft...